Wie gehe ich mit Kritik an meinem Artikel um?

Ganz gleich ob berechtigt oder unberechtigt: Kritik von Euren Lesern wird es immer wieder geben. Wie Ihr damit am besten umgeht, erfahrt Ihr hier.

Wie gehe ich mit Kritik an meinem Artikel um?

Kritisieren werden Euch Eure Leser wegen der verschiedensten Dinge. Während sich manche Personen schlicht wegen des Inhalts auf den Schlips getreten fühlen, werden andere Leser auch hin und wieder berechtigte Kritik äußern. Aber wir geht Ihr am besten mit den verschiedenen Szenarien um?

Tippfehler & kleinere inhaltliche Fehler

Weisen Euch Eure Leser auf Tippfehler oder kleinere inhaltliche Fehler (falscher Straßenname, falscher Stadtteil, etc.) hin, solltet Ihr Euch bemühen, die Kritik so schnell wie möglich zu überprüfen und den Fehler auszubessern. Bedankt Euch anschließend bei dem Leser und gebt Bescheid, dass Ihr die betreffende Stelle korrigiert habt. Geht transparent mit Euren Fehlern und Korrekturen um. Eure Leser werden das zu schätzen wissen!

Massivere Fehler

Es kann passieren, dass Euch in Euren Artikeln größere Fehler unterlaufen - sei es, weil sich eine Quelle im Nachhinein als unzuverlässig herausstellt oder weil Ihr Eure Informationen nicht genau genug überprüft habt.

Habt Ihr durch den Fehler im Artikel falsche Tatsachen verbreitet, reicht je nach Intensität der Situation eine einfache Korrektur nicht aus. Wir empfehlen Euch, nach der Korrektur eine redaktionelle Anmerkung unter den betreffenden Artikel zu setzen, in der Ihr erklärt, dass in einer früheren Version des Textes ein Fehler unterlaufen ist, der mittlerweile korrigiert wurde. Vergesst auch hier nicht, Euch bei Euren Lesern zu bedanken, falls sie Euch auf den Fehler hingewiesen haben.

Umgang mit Anwaltsdrohungen und Co.

Sollte Euch in Folge einer Artikelveröffentlichung mit dem Anwalt gedroht werden, heißt es erstmal: kühlen Kopf bewahren. Versucht, die Situation so ruhig wie möglich zu analysieren, zunächst genau nachzufragen, wo das Problem liegt, um die Vorwürfe dann zu überprüfen. Es gibt in diesem Szenario zwei Möglichkeiten: 1. Die Drohung ist heiße Luft und hat keine Basis. Die Person ist schlicht nicht mit dem Artikel einverstanden, was in vielen Fällen daran liegen kann, dass sie oder Angehörige in irgendeiner Form in das Thema verwickelt sind.(Beispiel: Polizeimeldung über Schlägerei, Angehörige eines Beteiligten drohen mit rechtlichen Konsequenzen durch Veröffentlichung. Aber: Basis ist Polizeipressemeldung, inhaltlich anonymisiert, verletzt keine Persönlichkeitsrechte. Dem Leser freundlich, aber bestimmt erklären - auf keine großen Diskussionen einlassen.) 2. Die Drohung hat Hand und Fuß. Die Person hat auf den ersten Blick recht: Mit dem Artikel ist etwas gründlich falsch gelaufen. Besprecht, wie Ihr die Situation am besten löst - reicht dem betroffenen eine Korrektur inklusive redaktioneller Anmerkung? Oder solltet Ihr den Artikel besser komplett offline nehmen? Eskaliert der Streit oder ist eine außergerichtliche Einigung fast ausgeschlossen, wird es Zeit, den Anwalt einzuschalten. Außerdem solltet Ihr den Artikel vorerst offline nehmen.


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