Was mache ich, wenn ein Werbekunde nicht bezahlt?

Umgang mit Zahlungsausfällen - Wenn Ihr Euren Auftrag erfüllt und die gebuchte Leistung geliefert habt, der Werbekunde aber nicht bezahlt solltet Ihr zunächst mit dem nötigen Fingerspitzengefühl vorgehen.

Was mache ich, wenn ein Werbekunde nicht bezahlt?

Ist spätestens nach vier Wochen noch keine Zahlung eingegangen, sollte eine Zahlungserinnerung erstellt und an den Kunden mit einem neuen Zahlungsziel von zwei Wochen versendet werden. Wird auch diese Frist nicht eingehalten, wird eine Mahnung verschickt. Die Mahnung sollte auf jeden Fall postalisch verschickt werden. Jeder dieser Schritte sollte gesondert vermerkt werden, so dass es zu keinen Dopplungen kommt.

Folgende Textvorlage kann als Zahlungserinnerung verwendet werden:

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Sollte auch sieben Tage nach der Zahlungserinnerung keine Überweisung erfolgt sein sollte der zuständige Medienberater direkten Kontakt mit dem Kunden aufnehmen und um zügige Überweisung bitten.

Nach einer weiteren Frist von sieben Tagen wird eine zweite Zahlungserinnerung versendet, in der ein gerichtliches Mahnverfahren angedroht wird. Parallel dazu bittet der Medienberater ein zweites Mal per Telefon um schnelle Erledigung.

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Sollte 14 Tage nach der zweiten Zahlungserinnerung kein Zahlungseingang erfolgt sein, empfehlen wir bei höheren Rechnungsbeträgen ein gerichtliches Mahnverfahren in Erwägung zu ziehen. Gerichtliche Mahnverfahren sind aufwendig sowie mit Kosten verbunden und sollten daher in Abstimmung mit der Geschäftsführung erfolgen.

Nachstehend eine detaillierte Vorgangsübersicht zum empfohlenen (!) Vorgehen:

  • Zahlungserinnerung: Aufforderung zur Zahlung innerhalb von 7 Werktagen (derzeit noch per Email, in Zukunft automatisch vom System)

falls nicht erfolgreich:

  • 1. Mahnung: Aufforderung zur Zahlung innerhalb von 7 Werktagen - postalisch Mahngebühr von 2,50 EUR (Brutto)

falls nicht erfolgreich:

  • 2. Mahnung: Aufforderung zur Zahlung innerhalb von 7 Werktagen - postalisch Mahngebühr von 5,00 EUR (Brutto)

falls nicht erfolgreich:

  • Rücksprache mit zuständigem Medienberater und Leiter Vertrieb zur Einleitung des Mahnverfahrens
  • Mahnverfahren:
  • Aufrufen der Seite www.mahngerichte.de => (Zum online-Mahnantrag)
  • Bundesland auswählen
  • Druck auf Papier auswählen
  • Ich bin Antragsteller auswählen
  • Rubrik Firma auswählen und Firmendaten eintragen
  • Gesetzlicher Vertreter: Geschäftsführung bzw. rechtlichen Vertreter des Newsrooms eintragen
  • Antragsgegener erfassen
  • Reguläres Mahnverfahren auswählen
  • Anspruch auswählen, in der Regel Anzeigen und Zeitungen (Kategorie 1)
  • keine weiteren Ansprüche zur Forderung auswählen
  • Haken bei "Ich erkläre, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhängt, diese aber bereits erbracht ist"
  • Haken bei "Im Falle eines Widerspruchs beantrage ich die Durchführung des streitigen Verfahrens."
  • Kontoverbindung angeben
  • Antrag ausdrucken, vom rechtlichen Vertreter/Geschäftsführer unterschreiben lassen und per Post an das Amtsgericht schicken (ca. 4 Wochen Wartezeit)
  • Information über Eingang des Mahnbescheids und Aufforderung zur Gebührenzahlung von 35 EUR
  • Vollstreckungsbescheid - wird nach einer Frist von zwei Wochen gestellt und wenn kein Widerspruch erhoben wurde. Der Antrag auf einen Vollstreckungsbescheid wird vom Amtsgericht zur Verfügung gestellt und muss ausgefüllt und unterschrieben an das Amtsgericht zurückgeschickt werden
  • Widerspruchsnachricht - wenn die Gegenpartei Widerspruch erhebt, ist eine Gebührenzahlung von ca. 200 EUR ist an das Amtsgericht zu leisten. Ein Zivilverfahren wird eingeleitet.
  • Schriftliche Information an das Amtsgericht, dass die Gebühr überwiesen wurde; Rechtsstand wird an das Ortsgericht abgegeben - Gerichtsverfahren wird eingeleitet
  • Klageschrift - Abgabe einer Klageschrift. Hier wird das Verfahren bzw. der Grund der Klage genau erläutert. Wichtig ist, dass diese Klageschrift in dreifacher Ausführung an das Amtsgericht, inkl. des Schriftverkehrs mit dem Angeklagten sowie die Beweise, vorzulegen. Der Angeklagte hat die Möglichkeit Widerspruch einzulegen
  • Beglaubigte Klageschrift vom Gericht - der Beklagte bekommt eine Frist von 2 Wochen, sich gehen die Klage zu verteidigen.
  • Urteil und Urteilsverkündung:Der Beklagte muss seine Forderungen leisten

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